Presseinformation 25/2026
KI und Arbeitsmarkt:
Warum die Rentenreform das Wichtigste übersieht
- Schon 2027 drohen den deutschen Sozialversicherungen Finanzierungslücken von über 50 Milliarden Euro. KI droht, solche Lücken langfristig durch eine schleichende Verlagerung von Lohn- zu Kapitaleinkommen zu vergrößern.
- KI ist für statistische Frühindikatoren weitgehend unsichtbar. KI reduziert zunächst Einstiegspositionen und Neueinstellungen, ohne dass dies in den klassischen Arbeitsmarktstatistiken auffällt.
- Das cep fordert KI-Satellitenkonten, einen verbindlichen KI-Überprüfungsmechanismus in der Rentenreform sowie klare Regeln, wie der Faktor Arbeit an KI-bedingten Kapitalerträgen beteiligt werden kann.
Berlin/Freiburg. Schon im kommenden Jahr klaffen in den deutschen Sozialversicherungen Finanzierungslücken von zusammen über 50 Milliarden Euro. Die aktuellen Reformdebatten unterschätzen, wie stark Künstliche Intelligenz (KI) diese Lücken langfristig noch vergrößern könnte, zeigt das Centrum für Europäische Politik (cep) in einem neuen Konzeptpapier. Da sich die Finanzierung der deutschen Sozialversicherungen stark auf die Lohnsumme stützt, schwächt eine Verschiebung hin zu Kapitaleinkommen ihre Beitragsbasis strukturell.
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