Innovation
The EU’s Path to Strategic Autonomy
cepInput
Die zunehmende geopolitische Fragmentierung, Handelskonflikte und Krisen wie die Pandemie oder der Ukraine-Krieg zeigen laut Studie, dass das bisherige stark globalisierte Wachstumsmodell Europas überholt ist. Die EU verfolgt deshalb das Konzept der „Open Strategic Autonomy“: Sie will offen für internationalen Handel bleiben, aber gleichzeitig kritische Abhängigkeiten bei Rohstoffen, Energie und Technologien verringern. cep-Industrieexperte André Wolf, Autor der Studie, sieht jedoch Verbesserungsbedarf: „In ihrem Streben nach Europäischer Autonomie droht sich die EU in einer Vielzahl an Politikinitiativen zu verzetteln. Wirtschaftspolitische Maßnahmen sollten zukünftig auf ein klares, strategisches Zielbild ausgerichtet werden“.
Wolf betont, dass technologische Schlüsselbereiche – etwa digitale Technologien, Halbleiter, klimaneutrale Technologien und künstliche Intelligenz – zunehmend zum geopolitischen Machtfaktor werden. Wer technologische Standards und Innovationen kontrolliert, kann langfristig wirtschaftlichen Einfluss gewinnen. Zwar sieht Wolf Fortschritte bei Handelsinstrumenten, Industriepolitik und strategischen Partnerschaften. Gleichzeitig bestehen aber weiter große Herausforderungen, insbesondere beim Zugang zu sauberer und günstiger Energie, kritischen Rohstoffen, Absatzmärkten für neue Technologien und Risikokapital für langfristige Investitionen.
„Gerade private Investitionen sind der entscheidende Schlüssel zu mehr Europäischer Autonomie. Die EU sollte Handels- und Industriepolitik konsequent aus Investorenperspektive betreiben und den Fokus auf die größten Investitionshemmnisse legen. Dies erfordert auch intelligente Formen der Risikoteilung für Bereiche, in denen keine Absicherung über Märkte möglich ist“ fordert Wolf in der Studie.
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| The EU’s Path to Strategic Autonomy (veröff. 14.07.2026) | 774 KB | Download | |
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