Presseinformationen

Presseinformation 40/2026

Nordic Compass:  cep sieht nordische Industrieallianz als Testfall für die Umsetzung der Draghi-Empfehlungen

  • Am 4. und 5. November stellen mehr als 25 nordische Unternehmen und Stiftungen in Göteborg ihre ersten gemeinsamen Initiativen vor. Die Allianz kehrt die übliche Richtung der EU-Politik um: Unternehmen benennen selbst die Hürden und setzen eigene Mittel ein, bevor sie die Politik zum Handeln auffordern.
  • Eine gemeinsame nordische Börse wird für Schlagzeilen sorgen. Ob nordisches Kapital Grenzen überschreitet, ist aber auch von anderen Faktoren wie Quellensteuern, dem Insolvenzrecht oder der Ausgestaltung der Altersvorsorgesysteme abhängig; diese kann nur die Politik ändern.
  • Deutschland führt die E6-Gruppe großer EU-Volkswirtschaften an, hat darin aber keinen nordischen Partner. Das cep empfiehlt deshalb einen E6-Nordic-Dialog zu Kapitalmärkten und Rohstoffen.

Berlin/Helsinki: Während die US-Zwischenwahlen die politische Aufmerksamkeit binden, präsentiert die Industrieallianz Nordic Compass in Göteborg ihre ersten Initiativen. Unter dem Vorsitz des früheren finnischen Ministerpräsidenten Jyrki Katainen will sie den Draghi-Bericht schneller umsetzen, als es die EU-27 vermag. Das Centrum für Europäische Politik (cep) untersucht, ob diese „Umsetzung von unten“ ein Modell für Europa sein kann.

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Presseinformation 39/2026

KI-Rechenzentren: cep empfiehlt europäische Arbeitsteilung statt Abwehrdebatte

  • Nordische Länder wie Finnland bieten günstigen, emissionsarmen Strom, ein kühles Klima und zügige Netzanschlüsse für das Training großer KI-Modelle, Deutschland die industrielle Nachfrage. Gebündelte, mehrjährige Abnahmeverträge würden große Anlagen finanzierbar machen.
  • Nur fünf Prozent der weltweiten KI-Rechenleistung befindet sich in Europa. Das cep fordert verbindliche Fristen für Genehmigungen und Netzanschlüsse, um das Tempo beim Zubau zu erhöhen.
  • Viele Einwände gegen Rechenzentren halten der empirischen Prüfung nur bedingt stand. Wichtige offene Fragen betreffen die Eigentümerschaft und die lokale Verteilung von Steuereinnahmen.

Berlin/Helsinki. Deutschland und Finnland können gemeinsam eine Schlüsselrolle beim Ausbau einer souveränen europäischen KI-Infrastruktur übernehmen. Während Finnland mit günstiger Energie und schnellen Netzanschlüssen gute Bedingungen für große KI-Rechenzentren bietet, verfügt Deutschland über eine starke industrielle Basis und eine hohe Nachfrage nach KI-Anwendungen. In einer aktuellen Studie empfiehlt das Centrum für Europäische Politik (cep) eine europäische Arbeitsteilung.

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Kontaktpersonen

Dr. Stephan Seiler

Dr. Stephan Seiler

Referent für Kommunikation