23.10.15

Rasche Verhandlungen über Schuldenerleichterungen für Griechenland gefordert

Frankreichs Präsident Hollande macht sich bei Staatsbesuch in Griechenland für Schuldenerlass stark

Hollande (r.) mit Griechenlands Premier Alexis Tsipras

Der französische Präsident Francois Hollande hat bei seinem Staatsbesuch in Griechenland gefordert, dass die Eurozone schnell in Verhandlungen mit der griechischen Regierung über einen Schuldenerlass für das Land eintreten solle, berichtet die griechische Zeitung Kathimerini. Führende Vertreter der EU-Kommission, des IWF, der EZB und des permanenten europäischen Rettungsschirms ESM haben am Mittwoch in Athen ihre Gepräche mit griechischen Regierungsvertretern aufgenommen, um sich über die Umsetzung der vereinbarten Reformen zu informieren. „Wir befinden uns auf einem guten Weg“, erklärte der griechische Finanzminister Euclid Tsakalotos. „Es gibt eine breite Übereinstimmung hinsichtlich der fiskalischen Ziele.“

Eine positive Beurteilung der Vertreter der internationalen Geldgeber ist eine Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Hilfsgelder aus dem neuen Rettungsprogramm und den Beginn von Verhandlungen über Schuldenerleichterungen. Das griechische Parlament hat am Wochenende ein umfassendes Reformpaket beschlossen. Ein Schuldenschnitt dürfe aber erst erfolgen, wenn Griechenland den Großteil der Reformen umgesetzt habe, fordert cep-Ökonom Matthias Kullas.