19.12.18

Plastikverbote sind Symbolpolitik

EU-Parlament und Rat haben sich auf Regeln zur Reduktion von Kunststoffeinwegprodukten geeinigt. Trinkhalme, Besteck und Wattestäbchen aus Kunststoff sollen ganz verboten werden. Leistet dies einen substanziellen Beitrag zum Meeresschutz?

Das Verbot ignoriert, dass es – für Verbraucher und Unternehmen weniger einschränkende –Formen der Regulierung von Kunststoffabfällen gibt. Wie es besser gemacht werden kann, zeigt die jetzt ausgehandelte EU-Regulierung an anderer Stelle:

So soll u.a. der Verbrauch von Fast-Food-Verpackungen aus Kunststoff deutlich gesenkt werden, indem diese z.B. nicht mehr kostenlos in der Gastronomie ausgegeben werden dürfen. Außerdem müssen bis 2025 90% der Einwegkunststoffflaschen getrennt gesammelt werden. Dadurch werden die Verbraucher angeregt, ihren Kunststoffverbrauch sowie die unüberlegte Entsorgung von Abfällen zu überdenken. Gleichzeitig werden sie in ihrem Konsum nicht übermäßig eingeschränkt und den Mitgliedstaaten Freiheiten bei der Umsetzung vor Ort eingeräumt. Dort, wo dies nicht ausreicht, um die Eintragung von Plastikabfällen in die Meere spürbar zu stoppen, können dann immer noch lokale Nutzungsverbote ausgeben werden.