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Arbeitszeit-Richtlinie gefährdet Arbeitsmarkt

Pressemitteilung

Freiburg, 8.11.2006. Die Arbeitszeit-Richtlinie enthält mehr Zündstoff, als die Diskussionen über die Höchstarbeitszeit erahnen lassen.

Arbeitgeber sollen dazu verpflichtet werden, bei Arbeitszeit und Arbeitsrhythmus den persönlichen Bedürfnissen der Arbeitnehmer Rechnung zu tragen. Dieses brisante Thema blieb bei der Sondertagung des Rates am 7. November 2006 in Brüssel völlig unbeachtet.

„Es kann zu erheblichen Beeinträchtigungen des betrieblichen Ablaufs führen, wenn der Arbeitgeber die individuellen Wünsche seiner Angestellten berücksichtigen muss“, befürchtet Lüder Gerken, Direktor des Centrums für Europäische Politik (CEP). „Die Mitgliedstaaten müssen sich im Klaren darüber sein, dass diese Regelung den Abbau und die Verlagerung von Arbeitsplätzen begünstigen kann.“