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Die Römischen Verträge: EWG und EURATOM - Entstehung

Mit dem Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) im Jahre 1954 stoßen die europäischen politischen Integrationsbemühungen an ihre Grenzen. Im wirtschaftlichen Bereich erscheint eine weitere Integration allerdings weniger problematisch. Wenige Jahre nach der Gründung der EGKS kommen ihre sechs Gründungsmitglieder überein, eine Integration weiterer Bereiche ihrer Wirtschaft vorzunehmen.

Auf einer Außenministerkonferenz in Messina (Sizilien) beschliessen die sechs Mitgliedstaaten der EGKS 1955 einen Rahmen für die engere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Der belgische Außenminister Paul-Henri Spaak wird mit der Erarbeitung eines konkreten Plans beauftragt, der am 25. März 1957 schließlich in die Unterzeichnung der Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) mündet. Diese sind als die Römischen Verträge bekannt. Beide Verträge treten am 1. Januar 1958 in Kraft.