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Benelux-Gemeinschaft

Als Reaktion auf das Scheitern der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) erfolgte durch die Benelux-Staaten (Belgien, Luxemburg und die Niederlande) bereits wenig später ein neuer Vorstoß, mit dem Ziel, zumindest im wirtschaftlichen Bereich die Integration zu forcieren. Mit der sogenannten "Relance Européenne" sollte über die Schaffung eines Gemeinsamen Marktes der Integrationsgedanke aufrecht erhalten werden.

 

Der Vertrag zur Benelux-Union (1958) zwischen den drei Staaten war in mancher Hinsicht ein Vorbild für die Gestaltung der Europäischen Union (EU). Das Abkommen, das am 1. Januar 1960 in Kraft trat, sah erstmals den freien Verkehr von Personen, Gütern, Kapital und Dienstleistungen vor (Art. 1 Abs. 1). Darüber hinaus regelt der Vertrag die Koordinierung der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik der drei Staaten (Art 1 Abs. 2a) und die gemeinschaftliche Politik der wirtschaftlichen Beziehungen mit Drittländern (Art. 1 Abs. 2b).