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Gemeinsame Fischereipolitik (GFP)

Mit der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) verfügt die Europäische Union (EU) über ein Steuerungsinstrument über die Fischerei und die Aquakultur, um sie zum Schutz der natürlichen Ressourcen und im Interesse der Fischer und Verbraucher zu regulieren. Seit 1983 ist die GFP eine vollwertige Gemeinschaftspolitik. In Anbetracht der schrumpfenden Bestände und der Krise der Fischereiindustrie wurde im Jahr 2002 eine umfassende Reform der GFP, mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung der Fischerei aus ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Sicht, durchgeführt.

 

Die EU erstrebt die Einrichtung einer wirklichen Meerespolitik, die Fischerei, Umweltschutz und Meereswirtschaft umfasst.

 

Die GFP umfasst vier große Aufgabenbereiche:

  • die Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen, insbesondere durch die Festsetzung von Fangquoten, den Erlass technischer Vorschriften (z.B. zur Gestaltung der Fanggeräte oder zur Ausweisung von Schutzgebieten) und durch die Begrenzung und die Kontrolle der Fangtätigkeit,

  • die Gestaltung der Flottenstruktur vor allem durch mehrjährige Programme, um die Kapazitäten sozialverträglich an die vorhandenen Ressourcen anzupassen,

  • die Aufrechterhaltung eines Marktes für Fischereierzeugnisse durch eine gemeinsame Marktorganisation, um Angebot und Nachfrage in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen,

  • die Gestaltung guter internationaler Beziehungen durch den Abschluss von Fischereiabkommen mit Drittstaaten und die Mitarbeit in internationalen oder regionalen Fischereiorganisationen.

Im Jahr 2008 leitete die Kommission eine Überprüfung der GFP ein. Den Ausgangspunkt bildet eine Analyse der Erfolge und Defizite der gegenwärtigen Politik, um Alternativen für zukünftige Maßnahmen abzuwägen.