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Handels- und Direktinvestitionsverflechtungen Deutschlands in der Europäischen Union

Insgesamt ist der Wert der Exporte aus Deutschland gegenüber 2008 um über 150 Milliarden Euro auf gut 800 Milliarden Euro 2009 gesunken. Deutschland exportierte 2009 in die anderen EU-Staaten Waren im Wert von vorraussichtlich über 500 Milliarden Euro und wickelte damit 63% seiner Exporte mit anderen EU-Mitgliedstaaten ab. Der zweitgrößte Handelspartner waren mit Abstand die USA (Warenausfuhr im Wert von knapp 54 Milliarden Euro bzw. 6,5%) vor der Schweiz (dorthin wurden Waren im Wert von 35 Milliarden Euro exportiert, das sind 4,5% der gesamten deutschen Ausfuhren).

Deutsche Exporte nach Bestimmungsländern/-regionen (in Milliarden Euro), 2009 (vorläufig)

Davon: Deutsche Exporte in EU-Staaten

Unter den EU-Mitgliedstaaten war Frankreich 2009 größter Abnehmer deutscher Waren. Dorthin führte Deutschland Güter im Wert von 82 Milliarden Euro aus. Es folgten die Niederlande (54 Milliarden Euro), das Vereinigte Königreich (53 Milliarden Euro) und Italien (51 Milliarden Euro).

Deutsche Exporte in EU-Mitgliedstaaten nach Bestimmungsländern (in Milliarden Euro), 2009 (vorläufig)

Deutsche Importe nach Herkunftsländern/-regionen

2009 importierte Deutschland Waren voraussichtlich im Wert über 390 Milliarden Euro aus anderen EU-Mitgliedstaaten. Das entspricht einem Rückgang um knapp 90 Milliarden Euro innerhalb eines Jahres. Nur noch 48% der deutschen Importe stammten damit 200 aus der EU, deutlich weniger als noch vor einem Jahr. Aus China wurden Waren im Wert von 55 Milliarden Euro importiert (7%), aus den USA Waren im Wert von 40 Milliarden Euro (5%).

Deutsche Importe nach Herkunftsländern/-regionen (in Milliarden Euro), 2009, vorläufig

Davon: Deutsche Importe aus EU-Staaten

Unter den EU-Mitgliedstaaten waren 2009 vorläufig die Niederlande größter Lieferant: Deutschland bezog Waren im Wert von 58 Milliarden Euro aus dem nordwestlichen Nachbarland (nach 72 Milliarden 2008). Es folgten Frankreich (55 Milliarden Euro) und Italien (40 Milliarden Euro).

Deutsche Importe aus EU-Mitgliedstaaten nach Herkunftsländern (in Milliarden Euro), 2009, vorläufig

Direktinvestitionen aus Deutschland

Auch 2008 war das Vereinigte Königreich wieder das wichtigste Bestimmungsland deutscher Direktinvestitionen: Deutsche Firmen investierten auf der Insel insgesamt 97 Milliarden Euro (nach über 123 Milliarden 2007). Es folgten Luxemburg mit 56 Milliarden Euro (gegenüber nur 42 Milliarden im Vorjahr) und fast gleich auf die Niederlande, wohin 55 Milliarden Euro flossen.

Deutsche Direktinvestitionen in der EU-27 (in Milliarden Euro), 2008

Direktinvestitionen nach Deutschland

Größtes Herkunftsland von nach Deutschland fließenden Direktinvestitionen waren 2008 die Niederlande und Luxemburg, mit Investitionen in Deutschland in Höhe von knapp 107 bzw. knapp 70 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr sind beide Volumina leicht gestiegen. Es folgten Frankreich (45 Milliarden Euro) und das Vereinigte Königreich mit 42 Milliarden Euro.

Direktinvestitionen aus der EU-27 in Deutschland (in Milliarden Euro), 2008

Quelle: Eurostat 2010, für die deutschen Direktinvestinvestitionen Destatis 2010 und für die Direktinvestitionen nach Deutschland Bundesbank 2010.