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Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS)

Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), auch "Montanunion" genannt, geht auf eine Initiative des damaligen französischen Außenministers Robert Schuman zurück (Schuman-Plan). 1951 wurde die EGKS von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden durch den Vertrag von Paris gegründet. Ziel des Zusammenschlusses war ein gemeinsamer liberalisierter Markt für Kohle und Stahl und die Sicherung des Friedens in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Erstmals wurden wichtige nationale Hoheitsrechte an eine überstaatliche Ebene abgegeben. Die "Hohe Behörde" als oberstes Gremium hatte die Entscheidungsgewalt über die Kohle- und Stahlindustrie der sechs Gründungsstaaten inne. Der EGKS-Vertrag lief 2002, fünfzig Jahre nach seinem Inkrafttreten, aus.