26.01.16

Regling: "Verlängerte Schuldenlaufzeiten oder Zinsaufschub"

Einen nominalen Schuldenschnitt schließt ESM-Chef Klaus Regling für Griechenland allerdings aus. cep-Ökonom Matthias Kullas hält das für einen Fehler

Regling erläutert Instrumente zur Schuldenerleichterung

Für Griechenland wird es keinen Schuldenschnitt geben, erklärte der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, in Tokio laut einem Bericht des Münchner Merkur. Denkbare Optionen seien eine Verlängerung der Schuldenlaufzeiten oder ein Zinsaufschub, so Regling.

„Für die Belastung der Gläubiger macht es keinen Unterschied, ob Griechenland längere Laufzeiten und niedrigere Zinsen gewährt werden oder ob das Land einen nominalen Schuldenschnitt in entsprechender Höhe erhält“, meint cep-Ökonom Matthias Kullas. „Empirische Untersuchungen zeigen sogar das – bei gleicher realer Entlastung des Schuldners – ein nominaler Schuldenschnitt besser wirkt.“