24.07.15

EZB-Ratsmitglied sieht Ansteckungsgefahr durch Griechenland "nahe Null"

cep-Vorstand Lüder Gerken: Drittes Hilfsprogramm für Griechenland nur zulässig, wenn es zur Wahrung der Finanzstabilität des Euro-Währungsgebiets unabdingbar ist

Zweifel an Rechtmäßigkeit von Hilfsprogramm

EZB-Ratsmitglied Christian Noyer hat in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der französischen Tageszeitung Le Monde erklärt, die Ansteckungsgefahr der Griechenland-Krise auf ausländische Banken sei „nahe Null“, da diese ihre Kredite in das Land massiv zurückgefahren hätten.

cep-Vorstand Lüder Gerken hatte schon Anfang des Monats erklärt, es sei „zweifelhaft, ob die Finanzstabilität bei einem ‚Grexit' gefährdet ist“. Ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland sei allerdings nur zulässig, wenn es zur Wahrung der Finanzstabilität des Euro-Währungsgebietes insgesamt und seiner Mitgliedstaaten unabdingbar sei, verwies Gerken auf die entsprechende Passage des Vertrages zum europäischen Rettungsfonds ESM.