Dezember 2011

CEP-Default-Index Länderbericht Griechenland – 1. Halbjahr 2011

Griechenland bleibt nicht kreditfähig. Problematisch ist insbesondere, dass die griechische Volkswirtschaft im ersten Halbjahr erheblich desinvestiert hat: Der Kapitalstock ist um 3,2% des BIP geschrumpft. Hinzu kommt die hohe Konsumneigung der griechischen Bevölkerung: Seit Beitritt zur Währungsunion wurden regelmäßig mehr als 100% des Nettoinlandsprodukts konsumiert.

Reformperspektiven

Die griechischen Lohnstückkosten sind seit 2001 um 36,5% gestiegen, die deutschen um 4%. Diese Wettbewerbsfähigkeitslücke zu schließen, ist mittelfristig nicht möglich. Griechenland wird sich ohne ein institutionalisiertes System von Transferzahlungen, das einen permanenten Staatenfinanzausgleich ermöglicht, nicht als Mitglied der Eurozone halten lassen.