OTC-Derivate

Die Kommission ändert den Umgang mit Derivaten, die unmittelbar zwischen Gegenparteien vereinbart und gehandelt („over-the-counter“, OTC) werden. Sie will, dass diese OTC-Derivate grundsätzlich von einer zentralen Gegenpartei (CCP) mit Sitz in der EU abwickelt werden. Eine unterschiedliche Regulierung für Finanzdienstleister und andere Unternehmen sowie die Unterscheidung zwischen spekulativen und zur Risikoabsicherung eingesetzten Derivaten soll die Finanzmarktstabilität verbessern.

Das CEP meint:

Die Abwicklung spekulativer OTC-Derivate über zentrale Gegenparteien (CCP) kann die Finanzmarktstabilität erhöhen. Solange die systemische Gefahr von Zins- und Wechselkursderivaten nicht nachgewiesen ist, sollten nur Credit Default Swaps (CDS) so abgewickelt werden müssen. Es ist fraglich, ob eine nicht willkürliche Unterscheidung zwischen spekulativen OTC-Derivaten und solchen zur Risikoabsicherung überhaupt möglich ist. Angesichts der vielen ungeklärten Fragen sollte die Kommission ihren Bericht über die Systemrelevanz von OTC-Derivaten nicht erst 2014 vorgelegt werden.

CEP-Dokumente

CEP-Monitor

Vorschlag KOM Kurztitel CEP-Analyse Positionen Rat & EP Verfahrensablauf Ergebnis

KOM(2010) 484
Verordnung
15.09.2010
 
 

OTC-Derivate

06.12.2010

cepMonitor

29.03.2012 

EP

1. Lesung

31.01.2012 

Trilogverhandlungen

24.01.2012

Rat

Erörterung

04.10.2011

Rat

Allg. Ausrichtung

05.07.2011

EP

Plenarsitzung

20.06.2011

Rat

Erörterung

24.05.2011

EP

Ausschussbericht

 

Regelmäßige Informationen zur weiteren Entwicklung dieses Vorhabens erhalten Sie hier.